September 2020 - Wendezeit

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future_is_now
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September 2020 - Wendezeit

Beitrag: # 18397Beitrag future_is_now
Sonntag 6. September 2020, 19:52

EDITION EWIGE WEISHEIT
Über die Esoterische Philosophie in den West-Östlichen Traditionen

Sophia Newsletter - September 2020


Hallo

Die "Septe" - die römische Sieben: Wie geht das einher mit dem neunten Monat September?

Vor dem Jahr 153 v. Chr. feierten die Römer den Jahresbeginn im März - dem Monat des alten Mars. Der nämlich verhalf dem Licht, so der mythische Glaube von einst, den kalten Winter zu durchbrechen in die frühlinghafte Helligkeit einer immer grüner werdenden Erde. Damit war der September im Alten Rom dann der siebte Monat (1. Monat März, 2. Monat April, 3. Monat Mai, 4. Juni, 5. Juli, 6. August und 7. Monat September) - eine Zuordnung, die die Römer jedoch aus dem alten arischen Persien übernommen hatten.

Sonnendurchgang am Herbstpunkt

Die Herbst-Tagundnachtgleiche nun ereignet sich, wenn Licht und Dunkelheit sich wieder die Waage halten. Wohl nicht zufällig beginnt um dieses Datum auch die Sonne sich ins Sternbild Waage zu bewegen. Dieses Jahr ereignet sich das um den 22. September, wo die Nachstunden beginnen den Tagesstunden zu überwiegen.

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Der alte Einweihungstempel zu Samothrake (Griechenland)

Im Alten Griechenland, in Eleusis und auf der Insel Samothrake, feierte man zu dieser Zeit die Großen Mysterien, wo die Menschen ihrem Tod begegnend, ihre Angst davor für immer verloren und so eine Metamorphose erfuhren, aus der sie in ein neues Leben auferstehen sollten.

Als aber im 4. Jahrhundert das Christentum den alten griechischen Glauben verdrängt hatte, schien man die alte Auferstehungsthematik nun darin festzulegen, denn im Jahre 380 n. Chr. erklärte Kaiser Theodosius I. das Christentum zur Staatsreligion Roms.

Die Römer verliehen dem Christentum damit einen explizit solaren Charakter. Das Ostern der Westkirche nämlich findet entsprechend nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche statt.
Eine Woche ab der Tagundnachtgleiche im Herbst (29. September) feiern die Katholiken dann "Michaeli", zu Ehren des Erzengels Michael, der den gehörnten Widersacher in die Dunkelheit hinabstößt. Mit dem Sternzeichen Steinbock, beginnend um den 22. Dezember, steigt das Licht aus der Tiefe der Finsternis wieder auf, bis das Frühlingslicht des Widder, der Erde neues Leben bringt.

Die fünfte frohe Botschaft

Im 4. Jahrhundert wurden mit einer christlichen Staatsreligion auch die Kriterien dafür festgelegt, was wahr und was unwahr ist. Man erfand die vier kanonischen Evangelien, die sich anscheinend leichter mit dem solaren Zyklus dieser vier Jahreszeiten assoziieren ließen (Frühlingspunkt, Sommersonnenwende, Herbstpunkt, Wintersonnenwende).

Nach dem zweiten Weltkrieg, fand man 1945 in Nag Hammadi (Ägypten) und 1947 in Qumran (Westjordanland) epochal bedeutsame Schriften über die Ursprünge des Christentums. Darunter befand sich ein fünftes Evangelium nach Thomas - dem "Ungläubigen".

Auch dieses Ereignis sollte, so wie einst auch das Christentum die alten Mysterien im September erübrigte, eine neue Ära der Spiritualität einleiten. Aus astrotheologischer Sicht steht dafür das Symbol des Wassermanns, aus dessen Füllhorn sich ergießend zum Vorschein kommt, was bisher im Verborgenen geheim gehalten wurde.

Fragt sich aber: Wie geht man mit diesen Geheimnissen um?
Was von all den vielen Wahrheiten die uns heute umgeben, führen tatsächlich zu Erkenntnis und welche bleiben nur Phantome?

All jene die fühlen, was sich um den 22. September ereignet, können sich darauf einlassen - innehaltend, um dem solaren Geheimnis nachzuspüren, in diesen Tagen um die Herbst-Tagundnachtgleiche, wo einer "der Sonne um Mitternacht" ansichtig werden kann.

S. Levent Oezkan

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