Eine Zeit der Reinigung

Viele von uns haben oft nur durch scheinbar einfache Dinge große Fortschritte gemacht. Was war es bei dir?
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future_is_now
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Eine Zeit der Reinigung

Beitrag: # 4999Beitrag future_is_now
Montag 4. Februar 2019, 05:51

Sophia-Newsletter - Februar 2019 - S. Levent Oezkan | Edition Ewige Weisheit

Eine Zeit der Reinigung

Bei den alten Römern, war der Februar ursprünglich der letzte Monat im Jahr. Schließlich ereignete sich in damaliger Zeit, wenig danach die Frühlingstagundnachtgleiche. Sie nämlich ist der Tag, nachdem das Licht quasi über die Finsternis obsiegt, da ab dann die Tage wieder länger sind als die Nächte (heute ist das am 22. März der Fall).

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Außerdem war es als letzter Monat des Jahres jener, dem man die überzähligen Schalttage anhängte. Dieser Brauch stammt noch aus der Reform vom alten julianischen zum gegenwärtigen, dem gregorianischen Kalender.

Geschichte des Monatsnamen Februar

Der alte deutsche Name für den Februar ist Hornung. Denn in dieser Zeit wirft der Rothirsch sein Geweih ab und beginnt ein neues Geweih zu schieben.
Der Name "Februar" leitet sich ab vom lateinischen "Februa", dem Namen für ein Sühne- und Reinigungsfest im Römischen Reich.

Man beging dieses Fest immer am 15. Februar, also bei Annäherung des Frühlings. Als Tag der Sühnung, hieß dieser Festtag "Dies Februatus". Durch Sühnung sollte das Land, die Stadt, ihre Einwohner und ihre Herden befruchtet werden.

Gut möglich, dass der "Dies Februatus" später zum Gedenktag des Heiligen Valentinus wurde, den man am 14. Februar, als den Valentinstag feierte. 1969 wurde dieser jedoch aus dem römischen Generalkalender gestrichen. Erst seit jüngerer Zeit spielt dieser Tag der Ehepaare und Verliebten, auch im deutschsprachigen Raum plötzlich wieder eine Rolle.

Manchmal wird die Tradition des Valentinstages, auf einen der Gedenktage der alt-römischen Göttin Juno zurückgeführt, denn es gab damals den Brauch, dieser Göttergattin des Jupiter, am 14. Februar Blumenopfer darzubringen. Juno galt damals auch als der Schutzgeist einer Frau.

Im Schweizer Tarot 1JJ von Johann Georg Rauch (1789-1851), entsprach der Juno die zweite Karte im Großen Arkanum: Junon - die Hohepriesterin.

Wie man auf dieser Karte sehen kann (siehe Abb. oben), ist eines der Attribute Junos ein Pfau. Er symbolisiert Liebe und Schönheit. In alchemistischer Allegorie entspricht Juno das Element Luft - was psychologisch mit dem Seelisch-Geistigen korrespondiert.
Manche Alchemie-Autoren sehen in der Farbenpracht des Pfauenschweifs (lat. Cauda Pavonis) den Beweis, dass der Prozess des Großen Werks in rechter Weise vorangeht.

Mit dem zuvor Gesagten, steht der Monat Februar damit auch für eine Zeit, in der wir uns alter, vielleicht negativer Gedanken und Gefühle entledigen können, etwas das in unserem Leben eventuell schief gelaufen war, nun wieder gut machen.

Was um Weihnachten an Wünschen und Ideen >> "gepflanzt" wurde, befindet sich jetzt in einem Prozess verborgenen Wachstums.

Der Februar ist eben der Monat, wo die Sprösslinge der Pflanzen sehnlichst darauf warten, sich ab der Frühlingstagundnachtgleiche endlich wieder zu entfalten. Das aber gelingt ihnen nur, wenn sie sich ihrer Schalen entledigen, um einem neuen Leben entgegenzustreben.

S. Levent Oezkan



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"Der grosse kosmische Witz ist, dass du das bist, was du suchst"

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