Das kleine e und das große E (www.MGLS.eu)

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MGLS
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Das kleine e und das große E (www.MGLS.eu)

Beitrag: # 4191Beitrag MGLS
Donnerstag 6. Dezember 2018, 23:49

Das kleine e und das große E

Der Till, der Till
der macht was er will.
Ein Narr, ein Tor
was bringt er nur hervor?

Nun die Geschicht
als Gedicht:

Das kleine e ist rund
und es will leben
Mit Farbe ist es bunt
es wächst und will sich erheben
Durch guten Saft
gewinnt es Kraft

Das kleine a sagt:
"Alles muß klein beginnen,
es wird Kraft gewinnen
und endlich ist es groß."

Das kleine e hat Hoffnung
und gewinnt Kraft
es trinkt von diesem guten Saft.
Es will ja hier auf Erden
größer werden.

Sein Ziel - das große E
So spielt es sich im Schnee
und mit Bedacht
hat es einen Schneeball gemacht.
Noch einen zweiten gleich darauf,
dann gibt es erst mal auf.

Es liegt im Schnee und schaut nach oben:
"Jetzt möcht ich erst mal toben!"
So steht es auf und tanzt umher.
das fällt ihm gar nicht schwer.
Es kugelt sich vor lachen
und überlegt: Was könnt ich jetzt noch machen?"

Die beiden Schneebälle
liegen noch an ihrer Stelle
und in den Sinn kommt ihm dann:
"Ich bau jetzt einen Schneemann!"
Es wälzt die Schneebälle
von der Stelle
Diese werden groß und richtig dick,
jetzt sind sie richtig schick.
Das kleine e, es sammelt Kraft,
trinkt nochwas von dem guten Saft,
dann hebt es den einen Ball auf den andern,
"So, jetzt geh ich erst mal wandern!"
Es geht so vor sich hin,
dann kommt ihm etwas in den Sinn:
"Der Schneemann braucht noch einen Kopf.
Oh, da liegt ein alter Topf!
Ich weis wie ich ihn nütze,
so hat der Schneemann eine Mütze."

Mit dem Topf in der Hand
dreht es sich gewandt,
es läuft zurück,
es fehlt ja noch ein Stück

Den Schneeball Nummer drei
schafft es jetzt herbei.
Es setzt ihn auf als Kopf,
obendrauf der Topf.
"Fertig!", ruft das kleine e
und tanzt vergnügt im Schnee.

"Oh, nein, der Schneemann hat noch kein Gesicht!",
und so sagt der kleine Wicht:
"Es fehlt ja noch die Nase,
da geh ich gleich zum Hase,
da nehm ich eine Rübe,
ich weis, daß ich noch übe."
denkt sich das kleine e.

Es läuft zurück, fällt hin und wird dreckig.
Da fällt ihm ein: "Das große E ist eckig."
Da steht es auf, es hat sein Ziel
das es irgend wann erreichen will.

Das runde e das kleine
hat noch kurze Beine.
Das große E ist schon Erwachsen,
es hat ja auch schon lange Haxen.

Das kleine e denkt:
"Wie Gott das alles lenkt.

Das große E tut was es will."
Dann überlegt es still:
"Was muß ich tun, was muß ich machen?
Was machen die Erwachsenen für Sachen?"
In aller Ruh schauen sie mir zu.
Da muß ich manchmal lachen,
wenn sie über mich so wachen.

Mein Vater sagt manchmal:
"Du hast's wohl an den Ohren"
wenn ich wiedermal nicht höre
Oh, da ist ja meine Möhre!"

Und geschwindt
läuft das Kind
zu seinem Kunstwerk hin.
Jetzt muß es sich entscheiden,
wo schaut der Schneemann hin?
"Oh, jetzt habe ich die Qual der Wahl.
Doch ich will nicht lange leiden.
Diese Richtung ist ganz gut."

Die Rübe tut es hineinbohren,
jetzt fehlen noch die Ohren.
Und geschwindt
formt das Kind
zwei Schneebälle,
es preßt sie an die Stelle
wo es die Ohren haben will.
Dann schaut es wieder still,
was jetzt noch fehle,
Es findet auch die Stelle:
"Da fehlt ja noch der Mund.
Ah, die Kohlen dort sind rund.
Ich will sie gleich aufheben
und einen Mund ihm geben.

Oh, das ist ja schaurig,
mein Schneemann schaut ganz traurig.
Ah, ich werd mal an den Ecken
die Kohlen ein Stück nach oben stecken.
Ah, das hab ich gut gemacht,
Viel schöner wenn er lacht.
Links und rechts fehlt noch ein Arm.
Ey cool, mir ist ja richtig warm."

Gesagt getan und hingebaut:
"Wie er jetzt wohl ausschaut?
So fertig! Jetzt ist er schön.
Ich werd jetzt mal nach Hause geh'n.
Ich hab ja ganz vergessen,
Meine Mutter wartet mit dem Essen.

Meine Oma sagt ich sei ein Engel,
Mein Vater sagt ich sei ein Bengel.
Wofür soll ich mich entscheiden?
Was meinen denn die beiden?

Egal, ich mache einfach was ich will!
Ich erreiche schon mein Ziel.
Und bin ich erst mal groß,
was ist dann wohl alles los?
Da muß ich wohl noch warten
und es wird dauern,
was wird da wohl auf mich lauern?
Ah, da ist schon unser Garten.
Ich geh ins Haus,
Oh, welch ein Duft
liegt in der Luft?
Meine Mutter ist am kochen,
Ich hab den Braten gleich gerochen."

Denkt sich das große E.

Das war ein Blick - zurück.

Alles was ich erzählt habe
ist meine Gabe.

Liebe Leut'
nun ist's genug für heut.

Vieles hätte ich noch zu erzählen,
Doch will ich euch nicht länger quälen.
Gerne würde ich euch berichten
von ganz anderen Geschichten.

Ich bin Ich,

Ich hab mich wieder selbst gefunden,
verheilt sind meine Wunden."

Und so denkt sich der Till
ganz still
was er wohl als nächstes machen will.

von JMK

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