Warum Eier besser als ihr Ruf sind

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future_is_now
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Warum Eier besser als ihr Ruf sind

Beitrag: # 5946Beitrag future_is_now
Mittwoch 10. April 2019, 20:03

Naturmedizin Aktuell - 09. Apr. 2019:

Warum Eier besser als ihr Ruf sind

von Beate Rossbach


Nicht nur zu Ostern essen wir gerne Eier. Pro Woche nimmt jeder Deutsche im Durchschnitt vier Stück davon zu sich. Allerdings gelten Eier immer noch als ungesund, denn sie sollen den Cholesterinspiegel in die Höhe treiben und sogar Salmonellen übertragen. Warum Sie Eier dennoch regelmäßig auf den Tisch bringen sollten, erfahren Sie hier.

Ihre Beate Rossbach
Heilpraktikerin und Klassische Homöopathin




So gesund sind Eier

Eier gehören zu den vitalstoffreichsten Lebensmitteln überhaupt. Mit Ausnahme von Vitamin C enthält das Hühnerei die gesamte Bandbreite aller übrigen Vitamine und darüber hinaus die für den Menschen wichtigsten Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalzium, Zink, Selen und Eisen.

Am wertvollsten ist jedoch das Eiweiß, das mit acht Gramm pro Ei 15 % des Tagesbedarfs abdeckt. Dabei ist dieses Eiweiß deshalb so hochwertig, weil wir es fast zu 100 % verwerten und in Körpereiweiß umwandeln können. Zwar ist es richtig, dass in einem Ei etwa 200 mg Cholesterin enthalten sind, das ebenfalls im Ei enthaltene Lecithin sorgt jedoch dafür, dass wir nur einen geringen Teil davon über den Darm aufnehmen. Außerdem reguliert der Körper den Cholesterinspiegel im Blut selbst und drosselt die körpereigene Produktion, wenn wir mit der Nahrung Cholesterin zu uns nehmen.

Daher sind sich Ernährungswissenschaftler einig, dass es vollkommen unbedenklich ist, zwei bis drei Eier pro Woche zu sich zu nehmen. Wenn Sie keine erhöhten Blutfettwerte haben, dürfen es auch gerne mehr sein.

Frische Eier haben einen natürlichen Keimschutz

Über eine mit Hühnerkot verschmutzte Schale können Salmonellen in das Innere des Eis gelangen. In frischen Eiern ist die Keimzahl allerdings so gering, dass Sie keinen gesundheitlichen Schaden befürchten müssen. Zusätzlich enthalten frische Eier ein Enzym, das die Vermehrung der Keime verhindert. Allerdings verliert dieses Enzym seine Wirkung, je älter das Ei wird und je wärmer es gelagert wird.

Eier sollten Sie übrigens niemals waschen, da Sie dadurch das Eioberhäutchen verletzen würden und auf diesem Weg Keime in das Ei eindringen könnten.

Gesunde Eier: Das sollten Sie beachten

• Kaufen Sie Ihre Eier möglichst beim Bauern, auf dem Wochenmarkt oder im Bio-Laden.
• Vermeiden Sie Eier aus Kleingruppenhaltung, da diese Haltung eine Qual für die Hühner ist und die Tiere durch den beengten Platz (18 Hühner pro Quadratmeter Stall) körperliche Schäden erleiden.
• Lagern Sie Ihre frischen Eier immer im Kühlschrank, da sich bei Temperaturen unter 6°C Salmonellen nicht vermehren können.
• Bewahren Sie Eier immer mit der spitzen Seite nach unten auf. Dadurch ist die Luftblase des Eis oben, und es bleibt länger frisch.
• Verwenden Sie für Speisen mit rohen oder nur kurz erhitzten Eiern (z. B. Süßspeisen, Mayonnaisen, Spiegeleier) nur Eier, die nicht älter als 14 Tage sind.
• Mehr als zwei Wochen alte Eier sollten Sie nur noch gut durchgekocht oder durchgebraten verzehren.

So machen Sie den Frischetest

Legen Sie das Ei in ein Glas mit Wasser. Bleibt es am Boden liegen, ist es frisch. Wenn es sich senkrecht aufrichtet, ist es etwa zwei bis drei Wochen alt, und wenn es an der Wasseroberfläche schwimmt ist es zu alt und ungenießbar.

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future_is_now
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Ein Ostern ohne Ostereier?

Beitrag: # 6083Beitrag future_is_now
Mittwoch 17. April 2019, 19:19

foodwatch-Newsletter - 17. Apr. 2019:

Massenhaft Ostereier von kranken Hühnern


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Wir möchten Ihnen nicht das Osterfest vermiesen, aber es ist nun einmal Fakt:

Viele Legehennen leiden unter Krankheiten und Schmerzen. 4 von 10 Eiern werden von einer Henne mit Knochenbrüchen gelegt. Das belegen wissenschaftliche Untersuchungen. Dabei gibt es keine Unterschiede zwischen ökologischer und konventioneller Haltung oder zwischen kleinen und großen Betrieben. Was muss passieren, damit dieses Tierleid beendet wird?

Protestieren Sie gegen das Leid der Hennen!


ein Ostern ohne Ostereier? Für viele Menschen undenkbar. Doch wie ging es den Hennen, die die Eier gelegt haben? Waren sie krank, litten sie etwa unter Knochenbrüchen, Erkrankungen der Gelenke und Füße, Kannibalismus oder Wurmbefall? Das können Verbraucherinnen und Verbraucher beim Einkauf nicht erkennen. Denn selbst wenn wir bewusst zu Eiern aus Freiland- oder Biohaltung greifen, können wir uns nicht darauf verlassen, dass die Legehennen gesund sind.

Das überrascht Sie? Können wir verstehen. Schließlich stehen seit Jahren die formalen Haltungsbedingungen im Fokus der öffentlichen Debatte. Und natürlich ist es wichtig, dass die Tiere bei der Öko- oder Freilandhaltung mehr Platz und bessere Möglichkeiten haben, ihre natürlichen Verhaltensweisen wie Scharren und Picken auszuleben. Doch diese Faktoren sind leider keine Garantie dafür, dass ein Huhn auch wirklich bei guter Gesundheit leben kann.

Denn ein paar Zentimeter mehr Platz oder Auslauf ins Freie nützen den Tieren wenig, wenn sie unter Schmerzen und Krankheiten leiden. In einem gut geführten konventionellen Betrieb können die Tiere gesünder sein als in einem schlecht geführten Bio-Hof. Nötig ist daher beides: bestmögliche Haltungsbedingungen plus gesunde Tiere - das muss für jeden einzelnen Betrieb durchgesetzt werden!

Entscheidend für die Tiergesundheit ist vor allem, wie der einzelne Landwirt seinen Betrieb führt - ob er also verhindert, dass Tiere überhaupt erkranken und im Krankheitsfall schnell reagiert. Und dass regelmäßig von unabhängiger Stelle kontrolliert wird, ob die Tiere gesund gehalten werden. Wir fordern: Halter, die ihre Tiere krank machen, müssen dafür auch zur Verantwortung gezogen werden! Fordern Sie gemeinsam mit uns Bundesagrarministerin Julia Klöckner auf, endlich gesetzliche Vorgaben für die Gesundheit von Nutztieren zu machen und durchzusetzen. Das Tierleid muss beendet werden!
Machen Sie mit: Für eine echte Tierhaltungswende!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und (trotzdem) ein schönes Osterfest,

Ihr foodwatch-Team

https://www.foodwatch.org/de/informiere ... uten-info/



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