Mai 2020 - Krisen sind Wendepunkte

Worte können heilen und transformieren. Dies ist vielleicht die einfachste Methode um zu wachsen.
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future_is_now
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Mai 2020 - Krisen sind Wendepunkte

Beitrag: # 16434Beitrag future_is_now
Donnerstag 30. April 2020, 11:03

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Der Maifeiertag und die Walpurgisnacht
https://www.youtube.com/watch?v=xoSFJS5 ... SPOcAMAdPA


Wolf Dieter Storl - 29.04.2020

Im Blühen der Obstbäume und in den Blütenteppichen der Wiesen sahen die den Einzug der schönen Blumengöttin, der Maria, nach der die Römer den Wonnemonat benannten. Als junge Braut zog sie durchs Land, um sich mit dem Sonnengott zu vermählen. In jedem Dorf wurde eine geschälte, mit Blumenkränzen umrankte Birken oder Tanne als Maibaum aufgestellt, als Zeichen der Fruchtbarbarkeit bringenden göttlichen Vereinigung. Der Baum wurde umtanzt, starke, berauschende Getränke wurden gebraut, und im Flurumgängen mit grünen Zweigen erbat man den Segen für Feld und Acker. Den Mädchen steckten Burschen einen blühenden Zweig, einen „Maien“, als Zeichen der Sinnenfreunde und Fruchtbarkeit, vor die Tür.


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future_is_now
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Walpurgisnacht: Hexen, Tanz und Fruchtbarkeit (gehvoran.com/1.5.2020)

Beitrag: # 16487Beitrag future_is_now
Samstag 2. Mai 2020, 09:50

www.gehvoran.com/ - 1. Mai 2020:

Walpurgisnacht: Hexen, Tanz und Fruchtbarkeit

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Die Wurzeln für die Feierlichkeiten in der geheimnisvollsten Nacht des Jahres vom 30.April auf den 1.Mai liegen weit in vorchristlicher Zeit und gehen auf germanische und keltische Ursprünge zurück. Der Mai war für die Germanen ein sehr bedeutsamer Monat, da der Frühling begrüßt wird, sich die Natur erneuert und „Hochzeit“ feiert („Alles neu macht der Mai“). Jährlich am 1.Mai wurde die Vermählung Wotans / Odins, dem obersten Germanengott (Himmelsgott), mit der mütterlichen Erdgöttin Freia gefeiert. Die Germanen feierten den 1. Mai als rituelles Fruchtbarkeitsfest, die Kelten als Frühlingsfest „Beltane oder Beltaine“, was bedeutet: leuchtendes Feuer, Feuer des Lichtgottes Belenos (Bal, Baldur), Fest der Reinigung zwischen den Feuern und Fest der Fruchtbarkeit.

Das Fest der Verliebten

Beltane ist eines der vier großen heidnischen Hauptfeste, welches nicht nur die Übergangszeit vom Frühling zum Sommer markiert. Die Menschen zelebrierten durch das fröhliche Fest, dass mit viel Gesang, Tanz und gutem Essen gefeiert wurde, lebenswichtige Fruchtbarkeit für die Natur und sich selbst. [...] Der 1.Mai war der Tag, an dem auf markanten Bergen, Lichtungen, Hainen und Feldern sagenumwobene Hexentänze aufgeführt wurden. Zur Walpurgisnacht ging es dort oben anscheinend hoch her, wenn sich Hexen mit dem Teufel zum Tanz treffen und dämonische Orgien feiern.

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Mai 2020 - Krisen sind Wendepunkte

Beitrag: # 16527Beitrag future_is_now
Sonntag 3. Mai 2020, 20:03

S. Levent Oezkan | Edition Ewige Weisheit – 3. Mai 2020:

Sophia-Newsletter - Mai 2020


Hallo

Der Mai: ein Monat der Wonne. Sein Name stammt vom lateinischen "Maius", dem Namen des römischen Gottes, der die Natur beschützt und alles Wachstum darin fördert. Aber auch er erbte diesen Namen von einer Frau, nämlich von der Großen Muttergöttin Maia. Alt-griechische Legenden erzählen Maia sei eine Tochter des Atlas, dem Gott der mythischen Insel Atlantis.

Mit einem Fuß vielleicht dort im Atlantik und dem anderen im west-afrikanischen Atlas-Gebirge stehend, hatte er die Aufgabe den Himmel Uranos und die Erde Gaia zu trennen. Man verdammte ihn dazu, das sich drehende Himmelsgewölbe auf seinen Schultern zu tragen. Womit er gewiss auch der war, der von dort aus die Jahreszeiten bewirkte. So war er auch ein Gott der Zeit.

Weile

Und was ist Zeit? Niemand weiß es. Man kann sie an Uhren ablesen.

Zeit verrinnt.

Drum alles was an Zeit gebunden ist verändert sich.

Ein langer Winter geht vorbei und es folgen schönere Tage.

Nur wie empfänden wir einen Frühling ewiger Blüte oder einen freizügigen Sommer der niemals endete?

Kann eine Liebe für immer leidenschaftlich bleiben?

Geht wahre Freundschaft mit nur Wohlbehagen einher?

Schönheit ist eine Frage der Zeit. Wer sich an Gutes klammert, wird es gewiss verlieren. Loszulassen aber, ist so befreiend.

Doch kaum einer schafft es einmal 20 Minuten die Dinge einfach laufen zu lassen, ohne gleich nach der nächsten Beschäftigung zu spähen, aus Angst sich beim Nichtstun den Kopf zu zerbrechen.

Wachsam

Wer seinen Gedankenfluss zur Ruhe bringen möchte, handle achtsam. Und in den Phasen wo wir wirklich nichts zu tun haben, mag Zeitlosigkeit Inseln der Ruhe hervorbringen, wo wirklich Wertvolles visualisiert werden kann. Und dafür brauchen wir Energie. Zu kostbar ist sie, um sie einfach zu vergeuden an Gedanken, die eh nur nebenher ablaufen, wenn wir eigentlich nicht ganz bei der Sache sind.
  • Mit den Gedanken bei dem sein was man macht.
    Und wobei ist man, wenn man nichts macht?

Wer nur das tut was er gerade tut, ohne dabei an etwas anderes zu denken, der erlebt seinen Alltag klarer. Der kann mit den (All)Gemeinheiten des Alltags besser umgehen. Er macht sich weniger Sorgen um sein Leben und darum auch weniger Druck.

Es bleibt einem, in Achtsamkeit handelnd, einfach mehr Energie, auch für die Dinge auf die man vielleicht keine Lust hat, die aber erledigt sein wollen.

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Annahme einer unerträglichen Ausnahme

Wenn sich etwas ereignet, dass ganz und gar nicht unseren Erwartungen entspricht, ja vielleicht uns sogar in arge Schieflage stößt, kommen einem solche Tipps, wie das achtsame Handeln, vielleicht gut gemeint vor, doch womöglich vollkommen unrealistisch.

Hat uns zum Beispiel jemand verlassen den wir lieben, ganz gleich auf welche Art, ist all das zuvor Gesagte nicht viel mehr als Theorie.

Belasten uns die Umstände schwer, die ein negativ empfundenes Ereignis herbeiführte, stellen wir uns zuerst einmal dagegen, besonders wenn wir darauf keinen Einfluss haben.

Was gegenwärtig auf der Erde mit Milliarden von Menschen geschieht, mit dieser Krise, erzeugt auch allerhand Widerwillen. Und so etwas kann frustrieren, da man mit dieser Haltung einfach ebenso wenig etwas an der Situation ändern kann. Auch die Suche nach Sündenböcken bringt nichts.

Wer aber könnte einem da helfen, ohne dass man zu allem einfach nur "Ja" sagen muss?

Die Antwort auf diese Frage kann nicht beantwortet werden und das macht manche richtig traurig. Ohne ein Erkennen der eigentlichen Verzweiflung, die da vielleicht ins Spiel kommt, verliert man aus dem Blick sogar die Zuversicht. Doch wieder: Nichts bleibt wie es ist!
  • Was man in dieser Welt leidet, das endet. [...] Das zweite, das wir betrachten sollen, dass dies ganze Leben tödlich ist, dass wir alle Pein und alle Mühsal, die uns zustösst, nicht fürchten sollen, denn es nimmt ein Ende. [...] Bei Gott stirbt nichts: alle Dinge werden in ihm lebendig. Sie sind tot und sind in ein ewiges Leben versetzt, in das Leben, wo das Leben ein Wesen ist. Man soll im Grunde tot sein, dass uns nicht Freude noch Leid berühre. Wir bitten drum unsern lieben Herrgott, er möge uns helfen aus einem Leben, das geteilt ist, in ein Leben, das eins geworden ist.
    - Aus Meister Eckharts mystischen Schriften, 21. Predigt
Wenn Meister Eckhart hier sagt "er möge uns helfen aus einem Leben, das geteilt ist, in ein Leben, das eins geworden ist", was meint er damit? Sind Krisen nicht eigentlich Wendepunkte?

Das alt-griechische Wort "crisis" bedeutet Entscheidung - für das, was sich aus einer Situation machen lässt.

Chance
Das chinesische Wort für "Krise" lautet "Weydschi" und besteht aus zwei Schriftzeichen:

1. 危 Wey - die Gefahr, und
2. 機 Dschi - die Chance.


Zwei Seiten der selben Münze also. Fragt sich:
Gerät dies Ding ins Rollen, was liest man da auf dem Rand, noch bevor es kippt?

Wenn sich die Umstände von heute auf morgen, ganz und gar verändern, kriegen wir manchmal echt die Krise oder geraten sogar in Panik.
Die alten chinesischen Weisen des Tao aber rieten dann:
  • Gerät die Welt aus den Fugen, halte inne!
Es lässt sich Gutes zur Welt bringen, auch aus Schlechtem

Ja, innezuhalten macht Sinn, da es uns das Jetzt vergegenwärtigen lässt. Was war, ist für immer vergangen und was morgen sein könnte, kann niemand versprechen.

Jetzt lässt sich eine Pause einlegen, eingedenk der bewussten Präsenz im eigenen Leben.

Auch wenn ich damit Unverständnis auslöse, kann ich nicht anders als zu sagen, dass es eben auch eine Lichtseite der gegenwärtigen Krise gibt. Natürlich benötigt Licht, um zu sein, Energie. Doch diese Energie muss aufgewendet werden, um unseren Chance zur Geburt zu verhelfen.

Positive Aspekte

Die Tatsache, dass gegenwärtig die Kinder noch in ihren Familien bleiben müssen, hat wohl auch Vorteile. Ihre Eltern, die sonst vielleicht kaum für sie Zeit haben, sind nun bei ihnen.

Viele haben nun, vielleicht seit sehr, sehr langer Zeit, endlich die Gelegenheit ihr tagtägliches Hamsterrad zu verlassen. Sie können diese Phase verwenden, zu schauen, was sie immer schon tun wollten oder überhaupt einmal das zu finden, was ihnen am meisten entspricht und Freude bringt.

Auch unsere Natur hat gerade eine buchstäbliche Verschnaufpause. Denn es sind eigentlich keine Flugzeuge am Himmel zu sehen, Straßen werden viel weniger befahren, viel Industrie ist geschlossen, die sonst vielleicht der Umwelt schaden müsste, um das zu produzieren, was andere brauchen.

Die Zeit die jetzt da ist, hilft Achtsamkeit zu üben und Meditation. In Stille zu erkennen, was die Kraft ist im Leben, die ich als Teil unseres gemeinsamen Daseins empfinden lässt.

Wir sind nicht allein.

Wille

Wenn wir uns umschauen: Wie war es in den vergangenen Jahrzehnten? Die Menschen arbeiteten sehr viel, oft für zu wenig Geld, waren währenddessen von ihren Familien getrennt und hatten teilweise lange Wege zu ihrem Arbeitsplatz zurückzulegen.

Am Ende des Tages aber war da kaum noch Raum für neue Gedanken oder neue Ideen, wie sich ein anderes, vielleicht besseres Leben gestalten ließe.

Doch nun auf einmal befinden wir uns alle gleichzeitig, alle gemeinsam, in einer Art globalem Sonderurlaub - überall auf der Erde. Das ist ein wirklich außergewöhnliches und seltenes Ereignis in der Geschichte der Menschheit.

Darum bietet sich jedem von uns in dieser Zeit eine ganz einzigartige Gelegenheit das eigene Leben und auch das Leben anderer Menschen, vollkommen zu verändern.

Fragt sich nur: Wer handelt zuerst?

Entscheiden wir oder lassen wir andere für uns entscheiden?

Finden wir in alle dem unsere Chancen oder lassen wir andere für uns suchen?


S. Levent Oezkan



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