März 2021 - Ein neuer Zyklus strebt empor

Worte können heilen und transformieren. Dies ist vielleicht die einfachste Methode um zu wachsen.
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future_is_now
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März 2021 - Ein neuer Zyklus strebt empor

Beitrag: # 20886Beitrag future_is_now
Dienstag 23. März 2021, 00:20

EDITION EWIGE WEISHEIT
Über die Esoterische Philosophie in den West-Östlichen Traditionen

Sophia Newsletter - März 2021
Hallo

Ein neuer Zyklus der Vegetation strebt empor, um sich aus den Tiefen von Mutter Erde zu entfalten. Manche der Sprossen liegen tiefer, andere ganz nah an der Oberfläche. Allen gemein aber ist die Wirklichkeit eines Emporstrebens, entlang einer heiligen Vertikalen, die im ultimativen Sinne aufstrebt zum Nordstern, dem Pol unserer Welt, um den sich alles dreht.

Jetzt ist die Zeit sich wieder daran zu erinnern, dass es doch eigentlich darauf ankommt zu lernen loszulassen, alles Anhaften zu lösen. Wie sonst, als auf diese Weise, sollte sich der Pflanzentrieb aus seiner Schalung befreien, um dem Licht der Sonne entgegenzustreben.

Der Schmetterling verhüllt sich zwar in einen Kokon, doch nachdem er darin seine Metamorphose vollzog, bleibt ihm nichts, als seine Hülle von sich zu abzuwerfen.

All das aber ist schneller formuliert, als dass man die Fähigkeit bereits entwickelt hätte, um das hier allegorisch Angedeutete, auch tatsächlich umzusetzen. Denn sich zu Trennen von Altem, das man vielleicht einmal lieb gewonnen hatte, ist eine Veränderung, die bereits jeder erfahren haben dürfte - einer mit einem anderen Menschen, einer Gewohnheit oder einem wertvollen Besitz.

Was damals war, wird auch heute vergangen bleiben

In einem Zeitbewusstsein, das sich mit Vergangenheit und Zukunft identifiziert, wird wertvoller Raum verschwendet an ein ewiges Hoffen oder Wünschen, sowie an ein Ängstigen und Verunsichern. Das ständige Zurückfallen in Erinnerung an Vergangenes, ewige Dejavus denen ein wehmütiger Rückblick folgt: All das hält einen davon ab weiterzugehen. Und daraus erwächst die Furcht vor der Veränderung, die die Zukunft aber unweigerlich mit sich bringt, zumal doch nichts so bleiben kann wie es ist.

Je mehr sich aber dieses Konstrukt von Vergangenheit und Zukunft ins jetzt zusammenzieht, desto mehr dehnt sich, antiproportional dazu, der wahrgenommene Raum aus. Dabei ist es ganz unerheblich, ob der Raum jetzt eine weite Landschaft ist oder ein anderer, vielleicht sehr viel kleinerer Raum, in dem man sich gerade befindet. Bewusst Wahrzunehmen aber bedeutete, zu merken, dass es außerhalb dieses Raumes noch viel mehr Räumlichkeit gibt.

In der ständigen Illusion der Zeit jedoch gefangen zu sein, heißt, sich dieses Raumes nicht bewusst zu sein, da man, geblendet von den Ängsten vor der Zukunft und den nagenden Erinnerungen eines Be-Dauerns, über selbst gelegte Hindernisse stolpert.

Eigentlich aber sollte die Bewegung vertikal verlaufen. Das heißt: der horizontalen Spannung zwischen Vergangenheit und Zukunft wird entkommen, indem man sich ins Jetzt begibt, wobei man plötzlich merkt, dass sich der Raum, von dem wir eben sprachen, beginnt auszudehnen und Platz geschaffen wird, um darin die Wirkung unserer Ziele zu entfalten.

Entlang der himmlischen Vertikalen

Vielleicht ist diese Idee, von dem gerade erwähnten Raum in dem man sich befindet, nur ein erster Schritt im Entwickeln eines vertikalen Bewusstseins, das nämlich einen deutlich empfinden lassen kann, dass in dieser Jetzt-Position, sich nicht nur der umgebende Raum eröffnet, sondern verschiedene Ebenen, die jenseits eines raumzeitlichen Empfindens sind, die sich jenseits eines wissenschaftlich, bestimmbaren und messbaren Raumzeitgefüges ausdehnen: Etwa dem, wovon, in der esoterischen Tradition gesprochen wird, wenn es um darin um "die Himmel", die Sphären der Wirk-lichen geht.

Mit solchen Sphären im Mikrokosmos menschlichen Bewusstseins, ließen sich die Chakras der indischen Geheimlehre assoziieren. Im Makrokosmos wären es die Planetensphären, die in ihrer Hierarchie, dem astrologischen Tierkreis, seine auf das Erdengeschehen wirkende Gewichtung geben.

Alles was ist, ist jetzt. Sein kann man nur jetzt. Mit einem Ziel ist der Weg dorthin nur jetzt begehbar und ist damit eins mit dem Bestimmungsort unserer Wünsche. Das Gefühl das wir jetzt dafür bereits entwicklen können, hebt uns dann über das hiesige Sein hinweg, Ebene um Ebene. Auch wenn man gerade in Schwierigkeiten steckt, bedarf es eines Annehmens, dessen was ist, ohne dass das Gefühl des erreichten Wunschziels seine Wirkung verliert.

Sich jetzt so zu fühlen "als ob", was manche meinen anzupreisen, ist nicht was hier angedeutet werden soll. Eher ist ein Annehmen des gegenwärtigen Augenblicks die Voraussetzung, sich eben über diesen Augenblick hinweg zu erheben. Denn so dehnt sich jener Raum immer weiter aus, damit sich darin das Gefühl eines erreichten Wunschziels vervollkommnen kann - denn ganz gleich wo im Leben wir stehen: Es wird sich darin alles weiterhin in einem Auf und Ab bewegen, was das berühmte Symbol des Yin-Yang versinnbildlicht.

Alles was wir uns positiv ausmalen nimmt zu, wie ebenso die Herausforderungen auf dem Weg dorthin.
Wenn oben aber die Rede von den Sphären des Bewusstseins war, so nimmt im Aufsteigen darin auch unsere Kraft zu, Aufgaben zu meistern, vorausgesetzt wir befreien uns vom Urteil darüber, ob diese Aufgaben und Herausforderungen nun gut oder schlecht sind.

Alles was ist, ist einfach. In dieser Erkenntnis liegt Stärke und das Vermögen, sich aus der Dunkelheit der Tiefen im Leben, wie der Keimling durchs Erdreich zu drängen, um sich über alle Oberflächlichkeiten zu erheben und den dabei fließenden Strom kreativen Wirkens zu nutzen. Das ist ein Weg zur Entfaltung, zur Blüte eines neuen Lebens.

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"Der grosse kosmische Witz ist, dass du das bist, was du suchst"


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